Förderverein zur Erhaltung von Lokomotiven der Maschinenfabrik Esslingen e.V.

Veröffentlichungen
 
Rundschreiben an unsere Mitglieder, Förderer, Sponsoren und Freunde 
2021-05 Heute vor 175 Jahren 12.00 Uhr war Grundsteinlegung der ME
2021-04 Die Ersttagsblätter werden knapp
2021-04 Die Briefmarkenserie zum 175. ist herausgegeben
2021-04 Rundschreiben & Ostergruß
2021-03 Die Esslinger Zeitung feiert den 175. der ME
2021-03 Die ME feiert morgen ihren 175. Geburtstag
2021-01 Briefmarken mit ME Erzeugnissen
2020-12 Vorweihnachtliche Grüße
2020-04 Aktuelles vom FVME und Ostergrüße
2019-12 Weihnachtsgrüße vom FVME
2019-10 Das Straßenbahnmuseum feiert 60 Jahre GT 4
2019-09 Tag des offenen Denkmals
2019-06 Der FVME nach dem Umzug
2019-01 Der Umzug nach Weissach i.T. und Schorndorf
2018-12 Weihnachtsgrüße und aktuelles vom FVME
2018-11 Auszug aus der alten Werkstatt bei Paule
2018-09 Tag des offenen Denkmals 2018
2018-04 Die ME im Fernsehen und auf Youtube
2018-02 Montage der Kreuzkopf-Gleitbahnen
2017-11 Aktuelles vom FVME
2017-10 Die erste von der ME ausgelieferte Lok hat 170. Geburtstag
2017-09 Tag des offenen Denkmals
2017-04 Elektrofahrzeuge der ME
2016-09 Tag des offenen Denkmals
2016-05 Die Grundsteinlegung der Maschinenfabrik Esslingen 1846
2016-04 "Werkskundendienst" an ME4312 der DBK
2016-03 170 Jahre Maschinenfabrik Esslingen
2015-09 Minenwerfer der ME
2015-08 Tag des offenen Denkmals 2015
2015-08 Aufarbeitung der Steuerwellenlager
2015-07 Zylinderentwässerung
2015-07 Die Zylinderdeckel werden eingeschliffen
2015-07 Einschaben der Schieberspiegel
2015-06 Die Achsfedern
2015-06 Das automatische Esslinger Vorwärmerventil gegen Kaltspeisen
2015-04 Erster Anbau des Injectors
2015-02 Neuanfertigung Aschkasten
2014-12 Neue Kreuzköpfe in Stahlguss
2014-11 Sachspenden Herbst 2014
2014-11 Vor 57 Jahren im Herbst 1957
2014-10 Ausflug zur MTU 2014
2014-09 Neue Schienenräumer
2014-08 Fast neue Achslagerstellkeile
2014-07 CO2 Emmissionen der Dampftraktion
2014-06 Anbau der Steuerungsträger
2014-05 Aufarbeitung der Fahrwerksgestänge
2014-04 Aufarbeitung der Steuerungsteile
2014-04 Mit Essslinger Loks in den Harz
2014-02 Kesselablassventil - Bauart Gestra
2014-02 Jungfernfahrt der wüHz
2014-01 Schieberstangen durch Aufspritzen gerettet
2014-01 Einsatzszenario der ME4092
2014-01 Württemberger Doppelwagen Ci + Ci wü 19
2013-11 Ein neuer Pflug für die BR64
2013-11 Neuer Türlochring für die ME 3630
2013-11 Vermessung unseres neuen Rahmenmittelteiles
2013-11 Achslast und Meterlast
2013-11 Neuanfertigung der Staukästen und Aufstiege zum Führerhaus
2013-11 Bauartzulassung Kessel
Vereins-Zeitschrift "Esslinger Dampfdruck"
Briefmarken der BWPost Esslingen mit Lokomotiven der ME

Schnellzuglokomotive von 1870

Die 1000. Lokomotive hat die  Maschinenfabrik Esslingen (ME) an die Sächsische Staatsbahn ausgeliefert . Der Firmengründer Emil Keßler wurde mit der Namensgebung geehrt. Alle gelieferten acht Maschinen des Typs 2B n2 mit 34,5t Dienstgewicht und 75 km/h schnell wurden als sächsische Gattung VIII 1  auf der Strecke Dresden – Chemnitz eingesetzt und erst 1922 ausgemustert. Bereits ab 1866 hat die ME Lokomotiven an die private Leipzig -Dresdener Bahn geliefert. Insgesamt waren es bis 1901 94 Lokomotiven nach Sachsen.


Zahnrad-Dampflok E10 für Indonesien

Die 179 km lange Padang-Bahn (Kapspur 1067mm) auf der Insel Sumatra mit ihren 35 km Steilstrecken bis auf 1154m ü. M. mit Zahnstangen System Riggenbach wurde schon seit 1891 von der vor 175 Jahren gegründeten Maschinenfabrik Esslingen (ME) mit Zahnrad-Dampf-lokomotiven beliefert. 1966 wurde der Fünfkuppler E 10.60 mit der Achsfolge E/a h4v mit einem Dienstgewicht von 54t als überarbeitete Konstruktion von 1920 die letzte Dampflokomotive, die von der ME gebaut worden ist. Insgesamt waren es in den Jahren 114 Loks für verschiedene Strecken in Indonesien. Die ältere Bauart ist im Transport-museum in Jakarta zu besichtigen, die E 10.60 ist noch fahrfähig in Padang.120 Jahre Erfahrung mit dem Bau von Dampflokomotiven  in der Maschinenfabrik Esslingen gingen damit zu Ende!


Württ. Klasse C  Schnellzuglokomotive

Die württembergische Eisenbahnverwaltung forderte 1908 für den Schnellzugbetrieb eine neue Lokomotivgattung, die in der Lage war, mit bis zu 100 km/h und ohne Vorspannloks, 350t schwere Züge die Hauptstrecke Bretten-Stuttgart-Ulm zu bewältigen. Für die Geislinger Steige war aber Schubbetrieb vorgesehen. Die Maschinenfabrik Esslingen (ME) als „Hoflieferant“ baute dafür in den Jahren 1909 bis 1921 41 Lokomotiven der Pacific-Bauart mit zweiachsigem Drehgestell, drei Kuppelachsen und einer beweglichen Nachlaufachse mit Vierzylinder Verbundtriebwerk (2’C1’h4v) mit einer Dienstmasse von 85t: Die strömungsgünstige „Schöne Württembergerin“. Für ähnliche Anforderungen war bereits die Pacific-Bauart in Baden als IVf und in Bayern als S 3/6 gewählt worden. Später als Baureihe 18 geführt, wurde die letzte Württ. C  1955 ausgemustert und ist leider nicht als Museumslok erhalten.       


Schmalspur-Zahnrad-Dampflokomotive  für Argentinien

Die 1954 von der  Maschinenfabrik Esslingen (ME) als letzte neu konstru-ierte Lokomotive F1‘/b h4 für die argentinische Nationalbahn Ferrocarril Belgrano war die stärkste Zahnrad-Dampflokomotive für die Schmalspur 1000mm und wie die Württ. K ein Sechskuppler. Die beiden gelieferten ölbetriebenen Exemplare No.100 und No.101 wurden im Norden Argentiniens auf der zahnradbetriebenen Teilstrecke nach Bolivien eingesetzt. Später fanden sie im Reparaturwerk stationär Verwendung. Die ME lieferte in den Jahren 1890 bis 1955 insgesamt 94 Lokomotiven nach Argentinien, Brasilien und Chile.


Württ. Klasse K  Güterzuglokomotive

Einziger deutscher Sechskuppler (1’F h4v) gebaut von der Maschinen-fabrik Esslingen (ME) für den Betrieb über die Geislinger Steige mit einer max. Steigung von 22,5 m auf 1000 Streckenmeter. Die Leistung von 1920 PS erlaubte Züge mit mehr als 600t ohne Einsatz weiterer Schiebeloks. Um die engen (unter 300m) Kurvenradien zu bewältigen, sind die 1. und 6. Achse horizontal beweglich. Die Dienstmasse betrug 108t und erfüllte die damals gültige max. Achs-last für die Schienen von 16t. 44 Exemplare wurden von der ME zwischen 1917 und 1924 gebaut. Nach der Verstärkung der Stecken für größere Achslasten wurde keine K mehr gebaut, aber als Baureihe 59 weiter betrieben. Fast 40 Jahre im Einsatz ist die letzte 1957 in Österreich ausgemustert worden. Leider wurden alle Loks verschrottet. Es gibt Eisenbahnfreunde, die von einem Nachbau träumen.


Ersttagskarte zum 175. Geburtstag der ME